Mit „Dolci Lacrime“ („Süsse Tränen“) wurde in Venedig im 17. Jahrhundert eine Musik bezeichnet, die angeblich an die Grenzen jeglicher menschlichen Gefühle ging. Sie war traurig und freudig zugleich, was die Hörenden zumeist in große emotionale Verwirrung stürzte. Die Idee ist, die Form und Strukturen des Inneren des Menschen zu verfremden und zu Gebrauchsobjekten umzugestalten. Eine plastische Form, die durch ihren Abstraktionsgrad in gewisser Weise auf ihre Urform hindeutet, sollte mit einer konkreten Funktion verschmolzen werden. Das aus dieser Fusion entstehende Objekt ist erst einmal frei von Leitbildern bezüglich der Gestaltung und frei von der Idee, wie dieses Objekt zu nutzen sei.

"Dolci Lacrime"
Inspired by the shapes and structures of the human body these abstract objects are both reminiscent of their original shapes
and simultaneously newly developed objects. Each object begs to be deciphered. They are free from their original connotations and functions: though the teapot does not function as a ‘ pot,‘ it is still functional. The simultaneity of the familiarity and the alienation causes the functionality of the objects to be subverted.